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Geschäftskonto Code

Kosten und Gebühren

Was kostet das Tide Geschäftskonto?

Tide Lite kostet keinen monatlichen Grundpreis, Tide Smart 9,99 € im Monat oder 72 € im Jahr, also 6 € pro Monat. Entscheidend sind aber die variablen Posten: Überweisungen über dem Freikontingent, Bargeldabhebungen und Fremdwährungszahlungen.

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Drei Selbstständige mit Tide Karte, Smartphone und Belegen

Tarifvergleich mit Quellendatum

Die folgende Tabelle ist ein datierter Snapshot mit Quellenstand 17. Juli 2026. Preise können sich ändern; prüfen Sie vor der Eröffnung immer das offizielle Preis- und Leistungsverzeichnis.
Lite und Smart im Vergleich. Quellenstand 17. Juli 2026, redaktionell geprüft am 2. September 2026.
MerkmalLiteSmart
Monatspreis0 €9,99 € monatlich oder 72 €/Jahr (= 6 €/Monat)
Geschäftskonten16
Physische Debitkarten1 (blau)1 (schwarz)
Überweisungen / Lastschriften5 kostenlos pro Monat, danach 0,20 €75 kostenlos pro Monat
Kartenzahlungen in EUR (EWR/Schweiz)0 €0 €
Fremdwährungsgebühr1 %0 %
Virtuelle Karten16
Tagesgeld-Zinssatz (Schlagzeile)1,25 %1,75 % inkl. 0,5 Prozentpunkte Smart-Bonus
Bargeldabhebung2 €2 €
SupportIn-App-ChatPriorisierter Chat + Telefon an Werktagen

Variable Posten sind Zinssätze und Fremdwährungskurse. Der Tagesgeldzins ist variabel und kann sich jederzeit ändern.

Drei Rechenbeispiele mit offener Arithmetik

Monatspreise allein sagen wenig. Diese drei Profile zeigen, wann Lite günstiger bleibt und ab wann Smart rechnerisch gewinnt. Alle Beträge sind aus den Konditionen oben abgeleitet.

Solo-Freiberufler

8 Überweisungen im Monat, keine Fremdwährung, keine Bargeldabhebung

  • Lite: 0 € Grundpreis
  • 3 Überweisungen über dem Freikontingent × 0,20 € = 0,60 €
  • Summe Lite: 0,60 € pro Monat
  • Smart: 6,00 € (Jahreszahlung), Überweisungen inklusive

Lite ist mit 0,60 € klar günstiger.

Handwerksbetrieb

45 Überweisungen, 2 Bargeldabhebungen, keine Fremdwährung

  • Lite: 40 × 0,20 € = 8,00 € plus 2 × 2 € Bargeld = 12,00 €
  • Smart: 6,00 € plus 2 × 2 € Bargeld = 10,00 €
  • Differenz: 2,00 € pro Monat

Smart ist günstiger und bringt zusätzliche Konten und Karten.

Agentur mit Auslandssoftware

30 Überweisungen, 1.500 € Fremdwährungsumsatz

  • Lite: 25 × 0,20 € = 5,00 € plus 1 % von 1.500 € = 15,00 € → 20,00 €
  • Smart: 6,00 € plus 0 % Fremdwährung = 6,00 €
  • Differenz: 14,00 € pro Monat

Smart spart hier rund 168 € im Jahr.

Welcher Tarif passt zu Ihnen?

Die Faustregel aus den Beispielen: Bleiben Sie unter etwa 35 Überweisungen im Monat und zahlen Sie nicht in Fremdwährung, ist Lite die günstigste Wahl. Sobald Fremdwährung, mehrere Konten, mehrere virtuelle Karten oder Telefonsupport eine Rolle spielen, rechnet sich Smart.
  • Lite: Start, Nebenerwerb, geringes Belegvolumen, Fokus auf EUR-Zahlungen.
  • Smart: mehrere Konten für Rücklagen und Steuern, Team mit eigenen Karten, regelmäßige Fremdwährung, Bedarf an priorisiertem Support.

Checkliste: Kosten, die häufig übersehen werden

Vier Positionen tauchen in Vergleichen selten auf, verändern aber Ihre Monatsrechnung deutlich.
  • Bargeldabhebungen: 2 € pro Vorgang in beiden Tarifen.
  • Überweisungen über dem Freikontingent bei Lite: 0,20 € pro Vorgang.
  • Fremdwährungsgebühr bei Lite: 1 % des Umsatzes.
  • Jahres- statt Monatszahlung bei Smart: 72 € im Jahr entsprechen 6 € pro Monat statt 9,99 €.

Steuerliche Behandlung von Kontoführungsgebühren und Bonuszahlungen klären Sie bitte mit Ihrer steuerlichen Beratung; dieses Portal leistet keine Steuerberatung.

Und der Bonus?

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Die vier Kostenblöcke eines Geschäftskontos

Preisvergleiche scheitern meist daran, dass nur die Monatsgebühr betrachtet wird. Tatsächlich entstehen Kosten in vier Blöcken, und in drei davon unterscheiden sich Anbieter deutlich stärker als beim Grundpreis.
  1. Grundgebühr: der feste Monats- oder Jahrespreis für den Tarif. Der einzige Posten, der in jeder Werbung steht, und häufig der kleinste Teil der Gesamtkosten.
  2. Transaktionskosten: Preise pro Überweisung oder Lastschrift oberhalb eines Freikontingents, Kosten für Echtzeitüberweisungen, Rücklastschriftgebühren und Gebühren für beleghafte Vorgänge.
  3. Bargeld und Karte: Abhebegebühren im Inland und Ausland, prozentuale Fremdwährungszuschläge, Kosten für zusätzliche physische Karten und Ersatzkartengebühren.
  4. Folge- und Reibungskosten: Zeitaufwand für Buchhaltung, doppelte Datenerfassung, Gebühren für Kontoauszüge in Papierform, Kosten für externe Tools, die nur nötig sind, weil das Konto keine Belegzuordnung kann.

Der vierte Block ist der am häufigsten unterschätzte. Wer monatlich zwei Stunden für die Zuordnung von Belegen aufwendet, verbraucht bei einem kalkulatorischen Stundensatz von 60 € rund 120 € im Monat – ein Vielfaches jeder Kontoführungsgebühr. Deshalb lohnt es sich, Funktionen wie Belegerfassung, Kategorisierung und Export in die Kostenrechnung einzubeziehen, statt sie als Beiwerk zu behandeln.

Kostenprofile: drei typische Unternehmen

Die folgenden Profile zeigen, wie stark sich die Gesamtkosten je Nutzungsmuster verschieben. Alle Werte sind Rechenbeispiele auf Basis der oben datierten Konditionen und ersetzen keine individuelle Kalkulation.

Profil 1: Solo-Dienstleisterin, digital, wenig Bargeld

Rund 25 Ausgangsrechnungen pro Monat, kaum Lastschriften, keine Bargeldeinzahlungen, ein Kartenkonto, gelegentlich Zahlungen in Fremdwährung für Software-Abos. Hier dominiert die Grundgebühr, die Transaktionskosten fallen kaum ins Gewicht. Entscheidend ist, ob der Fremdwährungszuschlag prozentual moderat ist und ob Belegerfassung und Steuerexport im Tarif enthalten sind. Ein günstigerer Tarif ist in diesem Profil fast immer die wirtschaftlichere Wahl.

Profil 2: Handwerksbetrieb mit zwei Mitarbeitenden

Viele kleine Ausgaben, Materialeinkauf mit Karte, gelegentlich Barzahlungen, Löhne per Sammelüberweisung, mehrere Karten. Hier verschiebt sich das Gewicht zu Karten- und Transaktionskosten. Zusätzliche Karten und ein höheres Freikontingent können einen teureren Tarif rechtfertigen, sobald mehr als eine Person Ausgaben tätigt und Belege zugeordnet werden müssen. Wer regelmäßig Bargeld einzahlt, muss die Einzahlungsgebühren als eigenen Posten kalkulieren – sie sind bei digitalen Anbietern strukturell teurer als bei Filialbanken.

Profil 3: UG mit Onlinegeschäft und Zahlungsdienstleister

Wenige Eingänge in großen Summen aus dem Payment-Provider, viele kleine Abbuchungen für Tools und Werbebudgets, häufige Fremdwährungsbuchungen, mehrere Nutzerzugänge mit Freigaberegeln. Kostentreiber sind hier Fremdwährungszuschläge und die Zahl der Nutzerkonten. Gleichzeitig steigt der Wert von Funktionen wie Rechnungsstellung, Rollenrechten und einem belastbaren Export für die Buchhaltung, weil Fehler in diesem Profil teuer werden.

Break-even zwischen zwei Tarifen selbst berechnen

Die Frage „lohnt der teurere Tarif?“ lässt sich mit einer einfachen Rechnung beantworten, die jede Kontoführung abdeckt.

Bilden Sie zuerst die Differenz der Monatsgebühren. Listen Sie dann alle Leistungen auf, die im höheren Tarif zusätzlich enthalten sind, und bewerten Sie jede mit dem Preis, den Sie im günstigeren Tarif dafür zahlen würden: zusätzliche Überweisungen, weitere Karten, ein höheres Freikontingent, ein besserer Zinssatz auf Guthaben. Übersteigt die Summe dieser Positionen die Gebührendifferenz, ist der höhere Tarif günstiger – sonst nicht.

Beispiel: Die Differenz beträgt 5 € pro Monat. Enthalten sind 30 zusätzliche Transaktionen, die im Basistarif je 0,20 € kosten würden (6 €), sowie ein um 0,5 Prozentpunkte höherer Guthabenzins auf 20.000 € (rechnerisch rund 8,33 € pro Monat vor Steuern). Der Vorteil liegt bei etwa 14,33 € gegenüber 5 € Mehrkosten – der höhere Tarif trägt sich in diesem Fall. Fällt das Guthaben dagegen auf 2.000 €, schrumpft der Zinsvorteil auf unter 1 € und die Rechnung kippt.

Prüfen Sie diese Rechnung einmal pro Jahr neu. Nutzungsmuster verändern sich, und ein Tarif, der bei der Gründung passte, ist nach zwei Jahren Wachstum selten noch der richtige.

Fremdwährung, Bargeld und Rücklastschriften: die stillen Posten

Diese drei Positionen entscheiden in der Praxis häufiger über die Gesamtkosten als die Grundgebühr – und stehen in keiner Werbeanzeige.
  • Fremdwährungszuschlag: Ein prozentualer Aufschlag auf jede Zahlung in anderer Währung. Bei 2.000 € Software- und Werbeausgaben in US-Dollar pro Monat macht ein Unterschied von 1,5 Prozentpunkten rund 360 € im Jahr aus. Achten Sie darauf, ob der Aufschlag auf den Interbankenkurs oder auf einen eigenen Kurs berechnet wird.
  • Bargeld: Digitale Anbieter arbeiten mit Partnernetzen; Einzahlungen sind meist kostenpflichtig und pro Vorgang begrenzt. Bei mehr als zwei Einzahlungen im Monat gehört dieser Posten zwingend in die Kalkulation, weil er einen scheinbar günstigen Tarif schnell überkompensiert.
  • Rücklastschriften und Rückbuchungen: Gebühren fallen unabhängig davon an, wer den Fehler verursacht hat. Wer per Lastschrift einzieht, sollte Fälligkeitstermine und Vorabinformationen sauber steuern – jede vermiedene Rücklastschrift ist gespartes Geld.
  • Ersatzkarten und Express-Versand: kleine Beträge, die bei mehreren Karten im Team regelmäßig auftreten.

Kosten im Verhältnis zum Bonus einordnen

Ein einmaliger Bonus verändert die Wirtschaftlichkeit eines Kontos im ersten Jahr, nicht dauerhaft. Diese Unterscheidung ist entscheidend für eine saubere Entscheidung.

Rechnen Sie den Bonus als Einmaleffekt auf das erste Jahr und vergleichen Sie danach nur noch die laufenden Kosten. Ein Konto, das dauerhaft 8 € pro Monat mehr kostet als eine passende Alternative, hat nach etwa zwei Jahren jeden 200-€-Bonus wieder aufgezehrt. Ist das Konto ohnehin die beste funktionale Wahl, ist der Bonus ein willkommener Zusatz – die Reihenfolge der Prüfung bleibt aber: erst Eignung und laufende Kosten, dann Aktion.

Ebenso wichtig: Ausgaben, die nur getätigt werden, um eine Bonusbedingung zu erfüllen, sind keine Ersparnis, sondern Kosten. Wenn die Umsatzhürde ohne betrieblichen Anlass erreicht werden müsste, ist der Bonus für Sie kein Argument.

Jahreskosten in einer Tabelle zusammenführen

Damit der Vergleich belastbar wird, gehören alle Posten in eine Jahresrechnung. Diese Struktur können Sie in fünfzehn Minuten mit Ihren eigenen Zahlen ausfüllen.
  1. Grundgebühr mal zwölf.
  2. Überweisungen und Lastschriften pro Monat minus Freikontingent, mal Einzelpreis, mal zwölf.
  3. Bargeldvorgänge pro Monat mal Gebühr mal zwölf.
  4. Fremdwährungsvolumen pro Jahr mal prozentualer Zuschlag.
  5. Zusätzliche Karten und Nutzer pro Jahr.
  6. Abzüglich Zinsertrag auf das durchschnittliche Guthaben.
  7. Abzüglich Bonus, aber nur im ersten Jahr und nur, wenn die Bedingung ohne unnötige Ausgaben erfüllbar ist.

Rechnen Sie jeden Kandidaten mit denselben Eingaben durch. Erst diese Zahl – Jahreskosten netto – ist vergleichbar. Erfahrungsgemäß verschiebt sich die Reihenfolge gegenüber dem reinen Grundpreisvergleich bei jedem zweiten Betrieb.

Wiederholen Sie die Rechnung jährlich und nach jeder Preisanpassung. Anbieter ändern Konditionen mit Ankündigungsfrist; wer die Mitteilung nicht liest, zahlt still mehr. Eine Wiedervorlage im Kalender kostet nichts und ist der wirksamste Kostenhebel überhaupt.

Preisanpassungen und Ihre Rechte

Änderungen an Preisen und Bedingungen sind zulässig, aber an Verfahren gebunden. Für Geschäftskunden gelten dabei andere Spielregeln als für Verbraucher.

Anbieter müssen Änderungen vorab mitteilen, üblicherweise mit einer Frist von zwei Monaten. Widersprechen Sie nicht, gilt die Änderung als angenommen; widersprechen Sie, kann der Anbieter das Konto kündigen. Bei Geschäftskonten sind Zustimmungsfiktionen weiter zulässig als im Verbrauchergeschäft, in dem die Rechtsprechung engere Grenzen gesetzt hat. Praktisch heißt das: Lesen Sie Änderungsmitteilungen und rechnen Sie sie durch, statt sie wegzuklicken.

Ein Konto lässt sich in der Regel jederzeit ohne Frist kündigen; bei jährlich vorausbezahlten Tarifen ist die Rückerstattung des Restbetrags in den Bedingungen geregelt. Prüfen Sie vor einer Jahreszahlung, ob der Rabatt den Verlust an Flexibilität aufwiegt – bei einem wachsenden Betrieb ist die monatliche Zahlung oft die klügere Wahl.

Quellen und Verantwortung

Quellen dieser Seite

  • Tide Preise Deutschland (Lite und Smart)

    Tide Platform S.A. · Dokumentstand 17. Juli 2026 · geprüft am 2. September 2026

    Monatspreise, Inklusivleistungen, Kontingente.

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  • Preis- und Leistungsverzeichnis

    Tide Platform S.A. / Adyen N.V. · Dokumentstand 17. Juli 2026 · geprüft am 2. September 2026

    Einzelgebühren: Überweisungen, Bargeld, Fremdwährung.

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  • Partner-Aktionsbedingungen Tide DE (Promo 200 €)

    Tide Platform S.A. · Dokumentstand 18. Dezember 2025 · geprüft am 2. September 2026

    Code 1GRATIS200, Teilnahmeberechtigung, qualifizierende Umsätze, Auszahlung, Ausschlüsse.

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Vollständiges Quellenregister und Prüfrhythmus: Quellen & Methodik

Porträt von Miriam Sattler

Von Miriam Sattler, Autorin für Buchhaltung, Steuern und Selbstständigkeit

Redaktionell freigegeben von Dr. Katharina Vogel · Fachlich geprüft von Lena Hoffmann

Veröffentlicht am 3. Februar 2026 · Aktualisiert am 2. September 2026

Alle Preisangaben stammen aus der offiziellen deutschen Preisseite und dem Preis- und Leistungsverzeichnis mit Quellenstand 17. Juli 2026. Die Rechenbeispiele sind vollständig nachvollziehbar aufgeschlüsselt und enthalten keine geschätzten Rabatte.